Externe Veranstaltungen von Partnerorganisationen

Schlossparktheater

Knapp daneben ist auch vorbei

Die Diva der falschen Töne feiert Premiere am Schlosspark Theater

Fulminant und urkomisch startet das Schlosspark Theater mit der am Londoner Westend

unter dem Titel „Glorious“ bekannt gewordenen Komödie von Peter Quilter ins neue Jahr.

Ab dem 13. Januar öffnet sich der Vorhang für Antje Rietz in der Rolle der legendären Flo-

rence Jenkins Foster, die sich für eine begnadete Sopranistin hielt, in Wirklichkeit aber mit

traumwandlerischer Sicherheit jeden Ton der Opernarien so verfehlte, dass sich die High

Society im New York der 1940er Jahre nur so bog vor Lachen. Im Bühnenbild von Su Sig-

mund, die auch die Kostüme kreierte, und in Szene gesetzt von Regisseur Frank-Lorenz

Engel, spielen neben Antje Rietz auch Anette Daugardt, Max Gertsch, Christian Miebach,

Sophie Göbel und erstmals Nathalie Hallervorden auf der Steglitzer Bühne.

Die Inszenierung entstand in Koproduktion mit den Schauspielbühnen Stuttgart.

Zum Inhalt:

Unglaublich! Manchmal lohnt es sich, an seinem Lebenstraum festzuhalten, und manchmal kann wah-

rer Enthusiasmus über die Begrenztheit des Talents triumphieren. Das ist die Botschaft von Peter

Quilters berührender Komödie über Florence Foster Jenkins, die als „Diva der falschen Töne” in die

Geschichte einging.

Im New York der frühen 1940er Jahre war Florence Foster Jenkins (1868-1944) ein absolutes Gesell-

schaftsereignis. Sie selbst verstand sich als erfolgreiche Sopranistin, die mit glockenreiner Stimme die

Welt bezauberte. Doch in Wahrheit verfehlte die „Königin der Dissonanzen“ mit instinktgesteuerter

Selbstsicherheit sämtliche Töne der Opernarien, die sie auf Wohltätigkeitsveranstaltungen und Bällen

ihrem Publikum entgegenschmetterte. Die High Society bog sich vor Lachen über die reiche Erbin,

jedoch Zweifel und Kritik fochten die „Die Diva der falschen Töne“ nicht an.

Getrieben von inbrünstiger Liebe zur Musik und hingebungsvoll unterstützt von ihrem Partner St. Clair

Bayfield und dem Pianisten Cosme McMoon, beglückte Florence Foster Jenkins die Welt unbeirrt

weiter mit ihrem „Gesang“. Doch wie lange kann man vor der Wahrheit die Augen verschließen? Wird

Florence bei ihrem größten Auftritt in der Carnegie Hall mit der bitteren Realität konfrontiert?

Peter Quilters Stück eroberte 2005 das Londoner West End im Sturm. Eine grandiose Komödie und

zugleich liebevolle Hommage an eine Frau, deren Lebensfreude und Begeisterungsfähigkeit ihres-

gleichen suchen, und eine Paraderolle für Antje Rietz, die zuletzt als Hildegard Knef in „Für mich soll’s

rote Rosen regnen“, als Bandleaderin Sweet Sue in „Sugar“ sowie in zahlreichen Konzerten das Berli-

ner Publikum begeisterte.

 

 

„Knapp daneben ist auch vorbei“ – Die Diva der falschen Töne

Eine Komödie von Peter Quilter / Deutsch von Horst Johanning

mit Antje Rietz, Anette Daugardt, Max Gertsch, Christian Miebach, Sophie Göbel

sowie Nathalie Hallervorden

Premiere: Sonnabend, 13. Januar 2024, 20:00 Uhr

Voraufführungen: 11. & 12. Januar 2024 - weitere Vorstellungen bis 25. Februar 2024

-Änderungen vorbehalten -

 

Faieres Kochevemt auf der Domäne dahlem

So lecker war es beim fairen Kochevent auf der Domäne Dahlem!

 

Das Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin, der LebensMittelPunkt der Domäne Dahlem und der Regionalinkubator Berlin Südwest mit der Steuerungsgruppe Fairtrade-Bezirk Steglitz-Zehlendorf kochten gemeinsam am 25. Oktober mit 30 Steglitz-ZehlendorferInnen. Fünf regionale, gerettete und faire Gerichte kamen auf der Domäne Dahlem auf den Tisch.

 

Das Kochevent auf der Domäne Dahlem war Teil dieser größer angelegten Kampagne „Appetit auf fair“, die vom Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, Berliner:innen bei fünf Kochevents in fünf Bezirken niederschwellig den Fairen Handel schmackhaft zu machen. Beim gemeinsamen Schnippeln, Kochen und Essen von fairen und regionalen Zutaten erfahren die Teilnehmenden nicht nur mehr über den Fairen Handel. Sie probieren die breit gefächerte Produktpalette fairer Lebensmittel und finden heraus, wo sie fair gehandelte Produkte in ihren Kiezen einkaufen und sich weiter informieren können.

 

"Unser Anliegen ist es, den Weg der Lebensmittel vom Acker auf den Teller nachvollziehbar zu machen. Dabei geht es nicht nur um unseren Bio-Anbau hier in Dahlem, sondern auch um das globale System der Lebensmittelerzeugung und -verteilung“, beschreibt Steffen Otte, Direktor der Domäne Dahlem, die Motivation, bei der Lebensmittelkampagne „Appetit auf fair“ dabei zu sein.

 

Am 25. Oktober kochten knapp 30 Personen fünf herbstliche Gerichte aus regionalen, geretteten und fairen Lebensmitteln. Laura Jäger, Referentin für Kommunikation beim Aktionsbündnis Fairer Handel Berlin, gab einen kurzen Überblick über den Fairen Handel und woran man fair gehandelte Produkte erkennen kann. „Beim gemeinsamen Kochen konnten wir wunderbar zeigen, wie gut sich die frischen, saisonalen Bio-Zutaten direkt vom Feld der Domäne Dahlem mit fair gehandelten Produkten ergänzen lassen, die bei uns nicht wachsen beispielsweise Gewürze oder Nüsse. So können wir zeigen, wie sich lokale und globale Dimensionen nachhaltiger Ernährung zusammenbringen lassen.“

 

Dann ging es ans Kochen. Die TeilnehmerInnen machten sich bewusst, welche fairen Zutaten in ihren Gerichten stecken. Beim gemeinsamen Mittagessen konnte getestet werden, wie gut die Kombi aus fairen, vom Acker der Domäne Dahlem geernteten und geretteten Lebensmitteln in den verschiedenen Gerichten schmecken. Auf den Tisch kam eine Curry-Reispfanne mit Rosinen und Bananen, die eigens kreierte Suppe „Gemüse Domäne Dahlem Spezial“, ein Kürbis-Curry, vegane Früchte-Müsli-Riegel, einen Schoko-Marmor-Kuchen sowie ein Pumpkin-Pie.

 

Impressionen vom gemeinsamen Kochen in der Domäne Dahlem und bald auch das Rezept für die Müsliriegel finden Sie unter diesem Link: https://www.fairerhandel.berlin/bio-und-fair-in-der-domaene-dahlem

 

Weitere Informationen rund um fair gehandelte Lebensmittel, woran man sie erkennt und wo man sie in Berlin bekommt, finden Sie auf der Kampagnenseite von Appetit auf fair.

 

https://www.fairerhandel.berlin/appetit-auf-fair/

 Und wer solche spannenden Fairtrade-Aktionen nicht mehr verpassen möchte und sich für den Fairen Handel in Steglitz-Zehlendorf einsetzen möchte, kann sich bei Lalida Große (kommunale Ansprechpartnerin Steuerungsgruppe Fairtrade-Bezirk Steglitz-Zehlendorf) melden:

Telefonisch: 70760097 oder per E-Mail: Lalida.Grosse@ba-sz.berlin.de

 

Goerzallee e.V.

Themenabend Inklusion

Foto: Der Gottwald / www.der-gottwald.de

Text von Sven Goldmann

Später am Abend diskutiert das Publikum im Goerzwerk mit einer Leidenschaft, wie sie selten anzutreffen ist bei einem Thema, das für gewöhnlich in umfassender Einigkeit abgehandelt wird. Es geht um den richtigen Zugang zu einer richtigen Sache, um den angemessenen Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigung oder Behinderung. Zwei Stunden lang hat Professor Frank Schaal, der Chef des Regionalinkubators Südwest (RIK), eine höchst anregende und spannende Unterhaltung moderiert. Über Inklusion als Lösungsansatz für Fachkräftemangel in Unternehmen, Bildungseinrichtungen als Sprungbrett für den Arbeitsmarkt, Inklusionsdienstleister im Spannungsfeld zwischen Alltag und Politik. Alles unter dem schönen Titel „Inklusion Südwest – aus dem Schatten ins Licht“. Includere kommt aus dem Lateinischen und heißt einschließen, bedeutet also das Gegenteil von ausschließen. „Alle sind eine Gemeinschaft“, sagt Frank Schaal.

 

Ein wenig hitzig wird es an diesem warmen Sommertag im lichtdurchfluteten Dachgeschoss des Goerzwerks, als aus dem Publikum die Frage laut wird, ob es denn wirklich und immer Inklusion sein müsse. Also die Schaffung einer Gesellschaft, in der sich nicht der einzelne Mensch anpassen soll, sondern die Rahmenbedingungen auf unterschiedliche Bedürfnisse abgestimmt werden. Ist nicht vielleicht das Konzept der Integration zielführender? Integration setzt voraus, dass sich der einzelne Mensch an vorgegebene Rahmenbedingungen anpassen muss, was in der Praxis dazu führt, dass Menschen mit Behinderung zwar in die Gesellschaft integriert werden, aber doch meist unter sich bleiben. „Ich bin selbst Vater einer behinderten Tochter“, ruft ein Mann aus dem Publikum. Er argumentiert gegen das Konzept der Inklusion. Diese führe zwar dazu, dass beeinträchtigte und nicht beeinträchtigte Kinder gemeinsam zu Schule gehen, „aber am Ende sind es doch immer dieselben, die nicht zu den Geburtstagen eingeladen werden“.

 

Am Ende beruhigt ein weises Wort die Gemüter: Die Welt ist nicht schwarz-weiß, sie ist bunt. „Lassen Sie uns doch nicht über Begrifflichkeiten streiten“, sagt Steffen Thomas, der Leiter des Unternehmens „Berlin Delfin“, das er ganz bewusst als einen Fahrdienst für Mitmenschen nennt, weil er keinen Unterschied machen will zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Steffen Thomas erzählt, dass er selbst in Folge einer Frühgeburt von einer Beeinträchtigung gezeichnet ist und „dass ich dafür sorgen will, dass das Thema in der Öffentlichkeit präsent bleibt“. In seinem Fahrdienst beschäftigt er 40 Mitarbeiter, zum Teil mit Beeinträchtigungen. Tag für Tag befördert er 400 Menschen. „Die Familien mit beeinträchtigten Kindern sind sehr dankbar, dass unser Fahrdienst auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist“, sagt Steffen Thomas. „Die Kinder leben im ganzen Stadtgebiet, und wir müssen sie oft quer durch die Stadt fahren zu den Einrichtungen, in denen sie betreut werden.“ Da wäre es schon schön, wenn die Förderung gleich um die Ecke stattfinden könnte.

 

Dr. Claudia Nickel engagiert sich an eben dieser Basis, die Steffen Thomas anspricht. Sie arbeitet als Geschäftsführerin des Landesverbandes der Kita- und Schulfördervereine Berlin-Brandenburg und steht dabei in ständigem Kontakt „mit Erwachsenen, um Kinder zu unterstützen“. Sie berichtet vom Alltag an Einrichtungen, die nicht barrierefrei sind, in denen es keine Fahrstühle gibt: „Da müssen einfach politische Voraussetzungen geschaffen werden. Der Wille ist oft da, aber vieles klappt nicht. Dafür setzen unsere Fördervereine an. Um Kindern und Jugendlichen Förderungen zu ermöglichen.“ Es zähle die Einstellung eines jeden einzelnen: Bin ich wirklich bereit, Inklusion zu leben? „Schauen Sie sich die Kinder an, die machen unter sich überhaupt keine Unterschiede“, sagt Claudia Nickel. Zur besseren Veranschaulichung hat sie ein Pixie-Buch mit ins Goerzwerk gebracht, es illustriert den ungezwungenen Umgang der Kinder mit Beeinträchtigungen und findet rege Beachtung im Publikum.

 

Eine interessante Geschichte trägt Aron Murru vor. Die Geschichte handelt von einem Mitarbeiter in dem von ihm mitgegründeten KarmaKollektiv, einer Tee-, Kaffee- und Gewürzmanufaktur, die Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt ermöglichen will. Zum Beispiel Dennis, „er hat eine Lernschwäche und war für uns wie ein Spiegel“, erzählt Aron Murru. „Wenn zu viel Stress war, konnte er damit überhaupt nicht umgehen. Darauf mussten wir reagieren.“ Mit dem Ergebnis, dass die Arbeit im KarmaKollektiv sehr viel angenehmer geworden sei. Alles ein Verdienst von Dennis, dem Mitarbeiter mit der ausgeprägten Lernschwäche. „Anderssein ist bei uns normal“, sagt Aron Murru. „Ich empfinde es als eine absolute Bereicherung, diesen Perspektivwechsel zu haben. Unser Mitbegründer Sven hat auch seit seiner Geburt eine schwere Beeinträchtigung. Und doch ist er schon immer unser Kumpel. Diese Einstellung sollte auch im Arbeitsleben dazu gehören.“ Spontaner Beifall brandet durch das Goerzwerk.

 

Die von Unternehmen wie dem KarmaKollektiv umgesetzte Vermittlung von Menschen mit Beeinträchtigung für den ersten Arbeitsmarkt ist auch das Ziel von Dirk Gerstle, ja sogar sein gesetzlicher Auftrag. „Es ist an uns, diesen Menschen die Teilhabe am Erwerbs- und Bildungsleben zu ermöglichen“, sagt der Geschäftsführer der „Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderungen“ (BWB). Die Werkstätten sind über ganz Berlin verteilt, auch im Goerzwerk gibt es eine Dependance. „Wir haben 1600 Beschäftigte, und in diesem Jahr sind uns zwölf Überleitungen in den ersten Arbeitsmarkt gelungen“, sagt Dirk Gerstle. „Das mag wenig klingen, aber für uns sind es zwölf Erfolgsgeschichten.“

 

Dass es nicht noch mehr Erfolgsgeschichten gibt, liegt an der aktuellen Gesetzeslage, die Dirk Gerstle dem verblüfften Publikum vorträgt: „Es ist zurzeit nicht möglich, bei uns eine Ausbildung zu machen. Wir dürfen unsere Leute nur beschäftigen. Die 300 000 Menschen, die bundesweit in den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen arbeiten, sind leider keine Fachkräftereserve. Dagegen kämpfen wir.“ Frank Schaals Reaktion kommt so spontan wie leidenschaftlich: „Das ist ein skandalöser Zustand und einer Nation wie Deutschland nicht zuträglich!“ Aus dem Publikum meldet sich eine Frau, die Mutter eines behinderten Sohns, er leidet an schwerer Epilepsie, macht gerade online seinen Hauptschulabschluss und hofft auf eine Ausbildung. Die Frau sagt: „Ich hatte an diesem Abend auf Lösungen gehofft. Können Sie uns denn gar keine Hoffnung machen, dass sich da etwas ändert?“

 

Doch, es gibt Hoffnung, vorgetragen von Gerstles Kollegen Guido Handschug, er leitet das Integrationsmanagement der BWB: „Es besteht die Möglichkeit einer budgetfinanzierten Ausbildung“, sagt Handschug. „Dabei vermitteln wir Menschen aus unseren Werkstätten an interessierte Ausbilder. Das ist ein ganz neues Instrument.“ Er unterhält sich noch ein Weilchen mit der Mutter und bietet ihr seine Visitenkarte an, „bitte melden Sie sich!“

Ein Video von Dirk Neumann

Wirtschaftssenatorin Giffey besucht Knauer im Berliner Südwesten

Text  und Bilder von Jacqueline Lorenz, Gazette

 

Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Staatssekretär Michael Biel besuchten am 14. Juni das High-Tech Unternehmen KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH und machten sich vor Ort am Hegauer Weg 38 in Zehlendorf ein umfassendes Bild von dem für seine Herstellung von High-Tech Laborinstrumenten anerkannten Weltmarktführer in Nischenbereichen.

 

Der Firmenbesuch fand im Rahmen der von Franziska Giffeys Vorgänger Stephan Schwarz ins Leben gerufenen Veranstaltungsreihe „Made in Berlin“ statt und bildete den Besuchs-Auftakt für die Wirtschaftssenatorin on Tour. Sie plant diese Touren zu weiteren Hidden Champions der Stadt fortzusetzen, um ganz gezielt Themen, die die Stadt Berlin voranbringen, angehen zu können. Was erwartet ein Betrieb von Politik und Senatsverwaltung? Was ist für ihn individuell wichtig? - Fragen denen sich die Wirtschaftssenatorin mit ihrem Team in diesen Besuchen stellt, um aus dem Dialog mit den Führungskräften und ihren Mitarbeitenden ein tieferes Verständnis für die dynamische und innovative Berliner Wirtschaft zu erlangen und gemeinsam befriedigende Antworten und Lösungen zu finden.

Die Besucher wurden persönlich vom Gründerehepaar Knauer des 1962 gestarteten Berliner Unternehmens und den heutigen Geschäftsführenden, Tochter Alexandra Knauer und Carsten Losch, begrüßt sowie von Vertretenden der 190-köpfigen Belegschaft empfangen. In Anwesenheit von Senatskanzlei- und Bezirksvertretenden - darunter auch der Leiter des Regionalinkubator Berlin Südwest Prof. Dr. Frank Schaal - und vor zahlreichen Pressevertretern erhielten sie Einblick in die Strategien und Produktionsprozesse, die es dem Unternehmen immer wieder ermöglichen, Spitzentechnologien auf den Markt zu bringen: Dabei besonders erwähnt wurden die während der Corona-Pandemie erfolgreich entwickelten IJM-Systeme zur Herstellung der für die mRNA-Impfstoffe wichtigen Lipid-Nanopartikel. Der Corona Impfstoff Comirnaty von BioNTech wird mit Hilfe dieser neuartigen KNAUER-Anlagen produziert: mRNA-Impfstoff kann so verkapselt und sicher in die Zelle transportiert werden. Inzwischen wurden dank der KNAUER-Geräte schon über zwei Milliarden Impfstoffdosen hergestellt. Für diese Innovationsleistungen wurde das Unternehmen KNAUER zuletzt am 11. Juni auf dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow als “Vorsprung“ Preisträger geehrt.

 

Am Puls der Zeit:  Thomas Müller, Leiter der Produktion bei KNAUER, gab bei einem Rundgang den Polit-Besuchern interessante Einblicke in die Mechanische Fertigung und in die Gerätemontage, während Dr. Ulrike Krop, Applikations-Expertin bei KNAUER, die Besucher über die Geräte und Einsatzgebiete im Labor informierte. Deutlich wurde dabei, dass Spitzentechnologie und Unterstützung derjenigen, die sie weiterentwickeln, Hand in Hand gehen müssen, um auf dem umkämpften Labormarkt erfolgreich zu sein. Beeindruckt würdigte Senatorin Giffey dann auch das sowohl im fachlichen als auch sozialen Bereich hohe Engagement und innovationsreiche Schaffen von KNAUER. „Wir freuen uns über die Gelegenheit, unser Unternehmen zu zeigen und mit der Senatorin über unsere Herausforderungen und Erfolge zu sprechen", sagte Geschäftsführer Carsten Losch im Vorfeld der Gesprächsrunde mit der Senatorin.

 

Das Gespräch brachte dann auch einen wertvollen Austausch über die aktuellen Herausforderungen auch in Bezug auf Dekarbonisierung und Fachkräftemangel, aber auch über die Chancen und Stärken des Berliner Mittelstands. Es verdeutlichte das Engagement von KNAUER für Innovation, Qualität und lokale Produktion. Firmenwachstum, die Produktpalette und das neueste Geschäftsfeld KNAUERS wurden dabei von der Geschäftsführung ebenso auf den Tisch gebracht wie mangelnde Verkehrsanbindung und Unregelmäßigkeiten der Linie S1 für die Beschäftigten in Zehlendorf, und - nicht zuletzt durch übertriebene Bürokratie - schwer zu aquirierende Fachkräfte. Senatorin Giffey sprach ihrerseits über ihre Schwerpunkte im neuen Amt und erwähnte dabei die Wichtigkeit von Solarenergie- und Wasserstoff-Nutzung für die Klimaneutralität der Stadt. Noch für diese Legislatur stellte sie den ersten Spatenstich zur Verlängerung der U3 zum Mexikoplatz in Aussicht. - Günstig auch für Firma Knauer: Mit der Übernahme eines Hauses gleich gegenüber vom bestehenden Firmengebäude plant das Unternehmen weitere Büroplätze, die für Mitarbeitende dann leichter erreichbar wären. Bevor es aber für Franziska Giffey und Michael Biel weiter on Tour zum Handwerk nach Marienfelde ging, wurde Senatorin Giffey auf dem Firmenhof noch von vielen Knauer-Mitarbeitenden überrascht und auf firmeneigen herzliche Art verabschiedet. Berührt lobte sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als „Tolles Beispiel für die Berliner Wirtschaft, mit Innovationskraft und den großartigen Produkten, die Berlin in der Welt vertreten.“

Weitere Informationen unter www.knauer.net