Regionalinkubator Berlin Südwest

(RIK) - Wofür stehen wir?

Herzlich Willkommen auf der Webseite des Regionalinkubators Berlin SÜDWEST (RIK), einem Projekt des Berliner Bezirks Steglitz-Zehlendorf.  Das mehrjährige Projekt dient als Mittler und Katalysator für zukunftsorientierte Projekte im Berliner Südwesten.

 

Ziel des Regionalinkubators Berlin SÜDWEST (RIK) ist es, den Berliner Südwesten als Zukunftsort überregional zu positionieren, das herausragende Innovationspotential weiterzuentwickeln und den Standort besser zu vermarkten.

 

Das betrifft die Bereiche:

  • Wirtschaft & Unternehmen
  • Wissenschaft & Forschung 
  • Kultur & Tourismus

R I K = Regionalförderung – Innovation – Kooperation


Der RIK Berlin SÜDWEST versteht sich als "Netzwerkorientierter Ideenbeschleuniger“ und arbeitet unter dem Motto:

 

„Zukunftsort Berlin SÜDWEST

- nachhaltig und innovativ“.

 

 Aspekte des RIK sind in Kooperation mit dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf sowie weiteren Partnern u.a.

  • die schnelle Eröffnung des Technologie- und Gründungszentrums FUBIC voranzutreiben
  • die kontinuierliche Belebung und Weiterentwicklung der bezirklichen Gewerbegebiete
  • geeignete Digitalisierungsprojekte anzuregen
  • das „Tourismus-Besucher-Zentrum Glienicke“ (TBZ) beim Schloss und Park Glienicke als Eingangsportal zum UNESCO-Welterbe Berlin-Potsdam zu unterstützen
  • die Erstellung von innovativen Mobilitätslösungen im Bereich Wirtschaftsverkehr voranzutreiben
  • die Umsetzung des bezirklichen Tourismuskonzeptes mit den Schwerpunkten Wasser, Rad und Strategie in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Steglitz-Zehlendorf zu gewährleisten
  • die Kooperation mit Nachbargemeinden und Nachbarbezirken im Bereich Tourismus aufzubauen und zu stärken.

 Zusätzlich stehen dabei auch generelle Themen wie Nachhaltigkeit, Energiewirtschaft und Digitalisierung im Fokus, die in allen Themenfeldern mitschwingen und die Arbeit des Regionalinkubators determinieren. Die zu bearbeitenden Aufgaben werden stets in enger Abstimmung mit der Wirtschaftsförderung Steglitz-Zehlendorf angegangen. Ein tragender Bestandteil der Arbeit besteht zudem im Aufbau von relevanten Netzwerken.

 

Der Regionalinkubator ist zentraler Ansprechpartner für den Zukunftsort Berlin SÜDWEST. Hier werden in Kooperation mit der Geschäftsstelle strategische Arbeiten übernommen.

 

Wir sind:

Ein Teil der Hauptstadt

stehen für schnelle Bewegungen und schnelles Handeln

Verbinden Tradition und Moderne

Zukünftige Veranstaltungen

21. Februar 2023, 18.30 Uhr

Ort: Kabbalah Center, Hauptstraße 27, 10827 Berlin-Schöneberg

6. RegioTALK

 

Thema: Business for future: Erfolg anders denken

 

 Gastredner: Heskel Nathaniel, Co-Founder und CEO der Trockland Management GmbH

Moderation: Prof. Dr. Frank Schaal

20. März 2023, 18.30 Uhr

Ort: Club Goerzwerk, Goerzwerk, Goerzallee 299, 14167 Berlin

 

Thema: Stadtökologie und Urban Gardening

 

Mitwirkende: u.a. Cornelis Hemmer (Stiftung für Mensch und Umwelt)

Moderation: Prof. Dr. Frank Schaal

Der Regionalinkubator im Podcast

Zum Anhören des Podcasts bitte hier klicken: Amtsplausch 27

Rückblick: Der letzte RegioTalk im Fokus

Zukunft der Mobilität als Herausforderung für die Stadtentwicklung

Ganz zum Schluss meldet sich noch eine Dame aus dem Publikum. Sie ist schon etwas älter und hat beim 5. RegioTALK des Regionalinkubators Berlin Südwest (RIK) zwei Stunden lang interessiert zugehört, wie sich die Herren auf der Bühne sich das so vorstellen mit der „Mobilität der Zukunft“. Viel mehr Fahrräder, viel weniger Autos und gar keine Verbrennungsmotoren mehr. Alles schön und gut, findet die Dame, „aber was ist mit Leuten wie mir?“ Soll sie denn noch mit 80 auf dem Lastenrad zum Arzt oder zum Einkaufen fahren?

 

Das ist der Punkt, an dem solche Diskussionen oft scheitern. An einer Zukunft, die vermeintlich nur für jüngere Menschen geplant wird, obwohl die Gesellschaft immer älter wird. Lars Zimmermann pariert den als Frage verpackten Einwand so elegant, wie er den gesamten Abend über gehandhabt hat. Natürlich gehe es bei der Mobilität der Zukunft nicht darum, das Auto abzuschaffen. „Aber wir müssen den öffentlichen Raum neu verteilen, die Pyramide auf den Kopf stellen.“ Das mit der Pyramide ist ein schönes Bild: Bisher stand das Auto einsam an der Spitze, um die Plätze darunter balgten sich Fußgänger, Fahrräder, Scooter. So kann es nicht weitergehen. Knapp elf Milliarden Menschen werden zur nächsten Jahrtausendwende auf der Erde leben, in ihrer überwiegenden Mehrheit in Städten. Die Sättigung der Straßen mit Blech stößt an ihre Grenzen.

 

Lars Zimmermann kommt aus Hamburg, er hat vor zwei Jahren das Unternehmen „Cities for Future“ gegründet und vorher acht Jahre lang selbst in der Zukunft gelebt. In den Niederlanden, wo die Verkehrswende schon eingeleitet ist. Weil nichts so plakativ wirkt wie der Gegensatz von vorher und nachher, hat Zimmermann Fotos mitgebracht. Die knapp 100 Besucher im Club Goerzwerk staunen über den Wandel, den das Straßenland nehmen kann, wenn das viele Blech weg ist. In Amsterdam, Barcelona oder Kopenhagen haben die Menschen den öffentlichen Straßenraum zurückerobert, ihn grüner, luftiger, gefahrenloser, kurz: lebenswerter gemacht. Ein Anflug davon war in Berlin zu Corona-Zeiten zu erleben, als kaum Autos unterwegs waren und der Senat die Gelegenheit nutzte zur Anlage von Pop-up-Radwegen. Kostenpunkt: geschätzt 10-50tsd EUR/km. Für die gleiche Summe bekommt man sechs Zentimeter der geplanten Autobahn durch Friedrichshain und Lichtenberg.

 

Wie verläuft der Weg in eine urbane Zukunft ohne Auto-Dominanz? „Über den Protest“, sagt Lars Zimmermann. „In Amsterdam haben die Bürger aufbegehrt. Und es geht darum, die Stadt für das Auto unattraktiv zu machen.“ In Barcelona haben die Stadtplaner sogenannte Superblocks angelegt, in denen man so lange im Kreis fährt, bis auch der letzte Auto-Aficionado die Lust verliert. Wo sind die Superblocks von Berlin, Hamburg, München? „Es ist die Aufgabe der Politik, Lösungen zu finden“, sagt Axel Quanz, „da müssen wir uns schon fragen: Haben wir die richtigen Instrumente?“ Neulich war er in einer Großstadt in NRW, die den Ausbau ihres Radnetzes plant. „Die reden da über 1,8 Kilometer, die sollen 2029 fertig sein. Warum ziehen sich unsere Entscheidungsprozesse so lange hin?“

Der Diplom-Ingenieur Quanz widmet sich mit seinem Büro „Quanz & Partner“ seit 2006 der Mobilität der Zukunft. Er hat die „Radrouten Südwest“ durch Steglitz-Zehlendorf mitkonzipiert und weiß aus eigener Erfahrung: „Berlin ist toll! Aber es ist noch toller, wenn man es mit dem Fahrrad erkundet.“ Auf diesem Gebiet kennt sich Jonas Kremer bestens aus, der dritte Experte der von RIK-Chef Prof. Dr. Frank Schaal moderierten Runde im Club Goerzwerk. Der Lastenrad-Pionier Kremer arbeitet mit der Firma „Isicargo“ daran, Berlin zu einer Stadt des pedalangetriebenen Transports zu machen. Ein Lastenrad sei nun mehr als nur das Transportmittel, mit dem die Prenzlauer-Berg-Muttis ihre Kinder zur Schule kutschieren. „Natürlich kann ich einen Betonmischer nicht mit Pedalen auf den Weg bringen“, sagt Jonas Kremer, „aber wie oft braucht man den wirklich? Die Müllentsorgung in Parks lässt sich auch über Lastenräder organisieren“, ebenso ein Großteil der täglichen Wege von Handwerkern. Kremer erzählt von seiner Mutter, „die hat sich gerade ein Lastenrad angeschafft und macht damit ihre berufsbedingten Hausbesuche“. Auch auf die Frage der älteren Dame aus dem Publikum hat er eine Antwort parat: „Zu einem Lastenrad gehören Fahrer und Passagiere.“ Soll heißen: Wer seine Großeltern als Rad-Gondoliere durch die Stadt schaukelt, macht sie glücklicher und gibt ihnen neuen Spaß am Leben.

 

Text: Sven Goldmann


Der Regionalinkubator (RIK) Berlin SÜDWEST wird im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit Bundesmitteln und Mitteln des Landes Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe gefördert und durch die Senatsverwaltung für Finanzen kofinanziert.