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Vernetzungstreffen des Unternehmerinnennetzwerks "Connecting Women" am 18. Juni 2026 bei der KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH

Am Donnerstagabend, dem 18. Juni 2026, fand ein neues Vernetzungstreffen des bezirklichen Unter-nehmerinnennetzwerks Connecting Women statt und das wachsende Interesse an der Community war einmal mehr spürbar: Wieder konnten neue Gesichter im Kreis der über 20 Unternehmerinnen willkommen geheißen werden. Moderiert wurde der Abend von Lalida Große, Projektmanagerin des Regional-inkubator Berlin Südwest, dem Kooperationspartner der Veranstaltung.

Maren Schellenberg, Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf und Schirmherrin des Netzwerks, eröffnete den Abend mit einem Blick auf aktuelle Entwicklungen im Bezirk. Sie erinnerte an den Stromausfall Anfang des Jahres und hob hervor, wie Frauen sich in dieser herausfordernden Situation solidarisch zeigten. Aus dem Bezirksleben berichtete sie zudem, dass der Senat ab 2028 78 Millionen Euro für die Renovierung des Rathauses bereitstellt.

 

Till-Steffen Busse, Leiter der Wirtschafts-förderung Steglitz-Zehlendorf, war zum ersten Mal beim Unternehmer-innennetzwerktreffen zu Gast – und zum ersten Mal bei KNAUER – und nutzte die Gelegenheit herzlich, sich und seine Arbeit vorzustellen. Er gab einen Überblick über die Aufgaben der Wirtschaftsförderung, darunter das Gewerbeflächenmanage-ment sowie ein bedeutendes bevor-stehendes Projekt: die Aufwertung von Zehlendorf Mitte im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren". Ziel ist es, die Aufenthaltsqua-lität im Zentrum zu steigern, den öffentlichen Raum klimafreundlich und nachhaltig zu gestalten sowie die Zentrumsfunktion zu stärken. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Barrierefreiheit, modernen Mobilitätslösungen sowie einer sicheren und attraktiven Gestaltung für den Fuß- und Radverkehr. Auch die soziale und kulturelle Infrastruktur soll gezielt gefördert werden.

 

Als Gastgeberin und weitere Schirmherrin des Netzwerks gewährte Alexandra Knauer, Geschäftsführerin und Inhaberin der KNAUER Wissenschaftliche Geräte GmbH, authentische und inspirierende Einblicke in ihren Unternehmensalltag. Sie warb engagiert für den Frauenbeirat im Bezirk, der auf Initiative der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Madalina Draghici im vergangenen Jahr gegründet wurde und sich für die Rechte der Frauen in Steglitz-Zehlendorf einsetzt.

Zudem berichtete sie über die jährliche Berechnung des unbereinigten Gender-Pay-Gaps im Unternehmen, der aktuell bei 1,8 % liegt. Gleichzeitig betonte sie die Bedeutung, unternehmerische Verantwortung mit persönlicher Ausgeglichenheit zu verbinden, auch durch bewusst gepflegte Auszeiten und neue Hobbys. Alexandra Knauer berichtete offen von ihrem neuen Hobby, dem Singen im Chor, als bewusstem Ausgleich zum Berufsalltag. Einen ernsten Einblick gab sie in einen Unterstützungsfall häuslicher Gewalt innerhalb des Unternehmens, bei dem kurzfristig organisatorische Hilfe und Unterkunft ermöglicht wurden.

 

 

 

 

Megan Kramer, Gründerin des Coworking Spaces „The Space“, stellte ihr vielseitiges Angebot nahe des S-Bahnhofs Zehlendorf vor. In „The Space“, der als zentraler Treffpunkt für die lokale Community gilt, finden regelmäßig Workshops, Community-Formate und Einzelberatungen rund um die Themen berufliche Entwicklung und Grundlagenwissen zum deutschen Arbeitsmarkt statt. Darüber hinaus hat sie das „Berlin Business Institute“ ins Leben gerufen, das hochqualifizierte Einwanderinnen und Einwanderer – sogenannte Expats – durch strategische Bildungs-angebote auf dem Weg in die Selbstständigkeit begleitet. Viele dieser Fachkräfte sind englischsprachig und verfügen noch über geringe Deutschkenntnisse, bringen aber umfangreiche Berufserfahrung mit. Megan Kramer warb beim Treffen gezielt um Praktikumsplätze und weitere Unterstützung für ihr vollständig privat finanziertes Projekt –eine wertvolle Gelegenheit für Unternehmerinnen, internationale Talente kennenzulernen und zu fördern.

 

Bei Wraps, Brezeln und Salat nutzten die Teilnehmerinnen im Anschluss an die Beiträge ausgiebig die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und bestehende Kontakte zu vertiefen. Der lebendige Austausch zeigte einmal mehr: Netzwerken wirkt – und Connecting Women ist ein Ort, an dem das wirklich gelingt.

 

Wer Interesse hat, Teil dieser wachsenden Community oder Teil des Frauenbeirats zu werden, kann sich bei der Frauenbeauftragten unter [email protected]  melden.

 

 

Fotos: Pia Henkel

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